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Aktuelle Nachrichten

Sohlen für Diabetes-Füße

Fußgeschwüre haben bei Menschen mit Diabetes ein leichtes Spiel. Nun haben Ärzt*innen eine neuartige Einlegesohle untersucht, die Geschwüren vorbeugen soll.

Bei Diabetes gefürchtet

Diabetiker*innen müssen auf ihre Füße aufpassen, denn der diabetische Fuß ist eine gefürchtete Komplikation. Der hohe Zuckergehalt im Blut schädigt kleine Blutgefäße und Nerven – mit der Folge, dass in den Füßen langsam das Gefühl verloren geht. Kleine Steinchen in den Schuhen oder Druckstellen nehmen die Betroffenen nicht mehr richtig wahr. Das begünstigt die Entstehung von Wunden. Durch die Durchblutungsstörung ist auch die Wundheilung beeinträchtigt. Schon kleinste Kratzer können zu langwierigen Fußgeschwüren führen. Eine konsequente Fußpflege ist deshalb für Diabetiker*innen äußerst wichtig.

Sohle mit Extra

Forschende der Universität Magdeburg haben nun eine Einlegesohle untersucht, die Geschwüre verhindern soll. Das Besondere: In der Sohle ist ein Thermometer integriert. Darüber wurde zweimal am Tag Temperatur gemessen. Die Werte wurden über ein Smartphone an die Studienärzt*in übermittelt. Zusätzlich konnten auch Fotos der Füße und Kommentare mitgegeben werden. Wenn die Temperatur über 3 Tage erhöht gewesen ist, sollten die Patient*innen ihre Füße entlasten. Mit Erfolg: Bei keinem der 140 Patient*innen mit dieser neuen Einlegesohle entwickelte sich in einem Zeitraum von 2 Jahren ein Geschwür. Zum Vergleich wurden 143 Menschen mit Diabetes über 2 Jahre untersucht, die keine Sohle mit Temperaturfühler erhalten hatte. In dieser Gruppe haben 5 Patient*innen ein Fußgeschwür entwickelt.

Arbeit geht weiter

Das Fazit der Forschenden ist also positiv. Sie arbeiten nun daran, die neuartige Einlegesohle als Medizinprodukt zu zertifizieren. Dieser Schritt ist notwendig, damit die Sohle von den Krankenkassen erstattet werden kann.

Quelle: internisten im Netz

Listerien auch in veganem Käse

Produkte aus Rohmilch können Listerien enthalten. Vegane Ersatzprodukte wie z.B. Käse aus Nussmilch galten bisher als sichere Alternative – vor allem für Schwangere, für die Listerien besonders gefährlich sind. Doch weit gefehlt. Aktuelle Fälle zeigen, dass auch veganer Käse die gefährlichen Keime beherbergen kann.

Bessere Lebensbedingungen als in Kuhmilch

Dass Listerien allgegenwärtig sind und in roher Milch, rohem Fleisch und Fisch und sogar in Obst und Gemüse vorkommen weiß man schon lange. Neu ist, dass sich die Bakterien nicht ausschließlich in tierischen Produkten tummeln. 2023 konnten Wissenschaftler*innen nachweisen, dass Listerien in pflanzenbasierter Milch sogar besser gedeihen als in Kuhmilch, zumindest außerhalb des Kühlschranks.

Für gesunde Menschen ist eine Infektion mit Listerien in der Regel harmlos. Anders sieht das in der Schwangerschaft aus: Infizieren sich werdende Mütter damit, drohen Früh- und Totgeburten. Und auch eine weitere Personengruppe entwickelt bei Listerieninfektionen oft schwere Verläufe. Dazu gehören diejenigen, deren Immunsystem geschwächt ist – z. B. weil sie an einer Autoimmunerkrankung leiden oder immunverändernde Medikamente wie Kortison oder Antirheumatika einnehmen.

Käse von einer Marke verzehrt

Menschen aus Risikogruppen tun also gut daran, potenziell belastete Lebensmittel zu vermeiden. Als sichere Alternative galten bisher pflanzenbasierte Ersatzprodukte. Im Fall von veganem Käse muss man jetzt aber offensichtlich umdenken, wie mehrere akute schwere Infektionen zeigen.

Die Betroffenen hatten halbfeste Käseersatzprodukte auf Basis von Mandel-, Cashew- oder Kokosmilch gegessen und sich dabei mit Listerien infiziert. Die Folgen waren ernst: Vier Schwangere erlitten Fehlgeburten, eine Schwangere erkrankte an einer Sepsis, ein Neugeborenes an Meningitis und eine immunsupprimierte 38-Jährige an einer Meningoenzephalitis. Die isolierten Bakterien waren genetisch nahezu identisch. Nach Befragung der Betroffenen stellte sich heraus, dass sie alle veganen Käse einer Marke verzehrt hatten.

In den USA wurden inzwischen auch Ausbrüche von Salmonelleninfektionen durch veganen Käse beobachtet. Um bakterielle Infektionen zu vermeiden, sollten Schwangere und Immungeschwächte deshalb nicht nur auf Rohmilchprodukte, rohes Fleisch und abgepackten Salat verzichten, sondern besser auch auf vegane Käseersatzprodukte.

Quelle: Ärzteblatt

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