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Aktuelle Nachrichten

Mehr Darmkrebs bei den Jüngeren

Darmkrebs gehört zu den häufigsten Krebsarten. Erfreulich ist, dass die Erkrankungsraten schon seit Jahren sinken. Das trifft allerdings nicht für alle Altersgruppen zu.

Krebstodesraten jährlich berechnet

Seit 1970 werden von europäischen Behörden die Daten zu den jährlichen Krebs-Todesfällen gesammelt. Nehmen bestimmte Krebsarten dabei ab oder zu, lassen sich daraus interessante Schlüsse ziehen: Z. B. ob Vorbeugemaßnahmen greifen oder ob bestimmte Bevölkerungsgruppen krebserregenden Einflüssen ausgesetzt sind.

Berechnet werden dabei immer die Gesamttodesraten und die einzelner Krebserkrankungen. Die neuesten Zahlen sind ermutigend: Denn insgesamt sterben in Europa immer weniger Menschen an Krebs. Seit 2018 sind die Krebstodesraten bei den Frauen um etwa 4% und Männern um etwa 6% gesunken. Auch beim Darmkrebs hat sich der günstige Trend der letzten Jahrzehnte in Europa weiter fortgesetzt. Das gilt allerdings nur für Menschen höheren Alters, wie die europäischen Statistiker*innen berechnet haben.

Bei jungen Frauen steigt die Rate

Denn in der Gruppe der 25- bis 49-Jährigen ist die Anzahl der Darmkrebs-Todesfälle in vielen Ländern nicht nur nicht gesunken, sondern in einigen Regionen sogar angestiegen. Bei den spanischen Männern wurden 5,5% mehr Darmkrebstote verzeichnet, bei den polnischen 5,9%. Am stärksten mit plus 7,9% ist der Anstieg jedoch bei den deutschen Frauen.

Warum immer mehr jüngere Menschen an Darmkrebs erkranken und daran sterben, ist unklar. Womöglich spielt es eine Rolle, dass die Menschen in Europs immer ungesünder leben und häufiger die für den Darmkrebs bekannten Risikofaktoren entwickeln. Dazu gehören Übergewicht und Fettleibigkeit, hohe Blutzuckerspiegel und der Typ-2-Diabetes. Auch wer übermäßig Alkohol trinkt und sich zu wenig bewegt, läuft Gefahr, einen Darmkrebs zu entwickeln.

Früheres Screening gefordert

Doch nicht nur in Europa, auch in den USA werden Darmkrebserkrankte immer jünger. Fachleute fordern deshalb weltweit, das Alter für das Darmkrebsscreening auf 45 Jahre zu senken. Denn je früher man den Krebs erkennt, desto besser lässt er sich behandeln. In Deutschland wird die Früherkennung ab 50 Jahren empfohlen, bei Risikofaktoren wie einer chronischen Darmerkrankung oder einer familiären Belastung auch schon früher.

Quelle: Ärzteblatt

Krampfadern nicht einfach ignorieren

Krampfadern (Varikosen) sehen nicht nur unschön aus. Weil als Komplikation offene Beine oder Thrombosen drohen, sind sie auch ein Gesundheitsrisiko. Eine Therapie mit Ultraschall kann Abhilfe schaffen.

Schwere, schmerzende Beine

30 Prozent aller Deutschen leiden unter behandlungsbedürftigen Krampfadern – also erweiterten, geschlängelten Venen, die sich unter der Hautoberfläche der Beine abzeichnen. Zu Beginn sind Krampfadern häufig nur ein kosmetisches Problem. Weil das Blut aus den Venen aber nicht richtig abfließt, bilden sich meist irgendwann Symptomen aus wie schwere, schmerzende Beine, Juckreiz und Schwellungen. Schließlich staut sich das Blut so stark zurück, dass Flüssigkeit aus den Blutgefäßen in das umgebende Gewebe gedrückt wird – es kommt zu Hautveränderungen und im schlimmsten Fall sogar zu offenen Beinen. Durch den gestörten Blutfluss steigt zudem die Thrombosegefahr.

Ultraschall als Mittel der Wahl

Umso wichtiger ist es also, Krampfadern frühzeitig ärztlich zu kontrollieren und wenn nötig auch zu behandeln. Wie das am besten gelingt, lässt sich in der Leitlinie „Diagnostik und Therapie der Varikose“ nachlesen. Mittel der Wahl ist dabei laut den Expert*innen der Ultraschall. Venenspezialist*innen nutzen dafür ein spezielles Verfahren, die Duplexsonografie. Mit dieser lässt sich der Zustand der Venen und der Blutfluss genau beurteilen. Der Ultraschall ist also die Grundlage für die Entscheidung, ob eine Therapie nötig ist.

Auch zur Therapie

Ebenfalls zum Einsatz kommt der Ultraschall, wenn tatsächlich eine Behandlung ansteht, etwa eine Verödung der Venen. Unter Ultraschallkontrolle nutzen die Ärzt*innen zum Beispiel hochfrequenten Strom, um die Venen zu verschließen (Radiofrequenzablation). Die Krampfadern werden so praktisch „aus dem Verkehr gezogen“ und das Blut muss sich seinen Weg durch andere, gesunde Venen suchen. Übrigens: Wie gut ein Ultraschall gelingt, ist in großem Maße von der Erfahrung des Untersuchenden abhängig. Erkundigen Sie sich also am besten im Vorfeld, ob Ihre Ärzt*in über eine entsprechende Qualifikation verfügt.

Quelle: Mit Ultraschall gegen Krampfadern

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