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Aktuelle Nachrichten

So dosiert man Tropfen richtig

Fläschchen auf und lostropfen: Die Anwendung von Arzneitropfen klingt erst einmal unkompliziert. Wer aber nicht aufpasst, riskiert gefährliche Überdosierungen.

Tropfen oft beliebter als Tabletten

Ob Husten, Schmerzen oder die Rachitisprohylaxe bei Säuglingen: Arzneitropfen lassen sich leichter schlucken als Tabletten und sind vor allem deshalb bei Patient*innen beliebt. Leider ist die Dosierung der Flüssigarzneimittel nicht banal, weshalb es immer wieder zu Anwenderfehlern kommt.

Randtropfer immer schräg halten!

Für die Anwendung von entscheidender Bedeutung ist die Art des Tropffläschchens. Es gibt sogenannte Zentraltropfer und Randtropfer, die beide eine unterschiedliche Handhabung erfordern.

  • Bei den Zentraltropfern ist die Austrittsröhre zentral im Fläschchen angebracht. Der notwendige Belüftungskanal liegt seitlich und ragt weit in die Flasche hinein. Um eine einheitliche Tropfengröße zu gewährleisten, muss das Fläschchen unbedingt senkrecht gehalten werden. Wird sie schräg gehalten, verringert sich die Masse des Tropfens und es droht eine Unterdosierung. Falls beim Senkrechthalten nichts heraustropft, ist wahrscheinlich Flüssigkeit in den seitlichen Belüftungskanal gelangt. Um die Verstopfung zu lösen, tippt man ganz leicht auf den Flaschenboden.
  • Randtropfer haben einen Tropfrand, der um den mittig angebrachten Belüftungskanal verläuft. Diese Fläschchen müssen schräg mit der Abtropfrille nach unten gehalten werden, damit die Tropfen von selbst erscheinen (schräg heißt in diesem Fall in einem Winkel von 45°). Der Neigungswinkel bestimmt auch die Tropfengröße. Schütteln und Klopfen ist verboten, da es die Größe des Tropfens verändert und damit auch die Dosis.

Gilt auch für Pipetten

Im übertragenen Sinn gelten die Empfehlungen auch für Tropfen, die mithilfe einer Pipette dosiert werden. Flache Pipettenspitzen entsprechen Zentraltropfern und sollten bei Tropfenentnahme senkrecht gehalten werden. Runde Pipettenspitzen darf man dagegen fast beliebig neigen.

Quelle: pta heute

Verordnung auf Grünem Rezept

Arzneimittel, die nicht verschreibungspflichtig sind, werden von Ärzt*innen auf dem Grünen Rezept verordnet. Die Kosten trägt jedoch oft die Verbraucher*in. Unter bestimmten Bedinungen übernehmen viele gesetzliche Krankenkassen einen Teil der Kosten.

Grünes Rezept hat viele Vorteile

Fast die Hälfte aller Arzneimittel in Apotheken kaufen Kund*innnen ohne Rezept. Viele davon wurden jedoch auf einem Grünen Rezept zuvor von der Ärzt*in verordnet. Laut Apotheker Stefan Fink hat das Grüne Rezept viele Vorteile: „Einerseits ist das Grüne Rezept eine Empfehlung des Arztes und eine Merkhilfe für den Patienten. Andererseits kann es eine Kostenerstattung bei der Krankenkasse auslösen und als Belastungsnachweis in der Einkommensteuererklärung dienen.“

Informationen bei der Krankenkasse einholen

Viele Krankenkassen erstatten pflanzliche, homöopathische und anthroposophische Arzneimittel. Schwangere erhalten noch Arzneimittel mit Eisen, Magnesium und Folsäure. Allerdings hat jede Krankenkasse eigene Regeln für die Erstattung der Kosten. Funke weiß: "Oft gibt es eine Obergrenze von beispielsweise 100 Euro pro Jahr oder vom Versicherten wird ein Eigenanteil als Zuzahlung erwartet“. Verbraucher*innen informieren sich deshalb am besten vorher bei ihrer Krankenkasse über die Erstattung. 

Quelle: Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände

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